2000

Kandidaten-Kür

NEUDIETENDORF. Der CDU-Ortsverband Neudietendorf trifft sich morgen um 18 Uhr im Vereinshaus des Ortes,

um einen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 14. Mai 2000 zu nominieren.

Thüringer Allgemeine, 16.02.2000

Kandidaten-Kür der Christdemokraten

Dr. Hans-Ulrich Greiner

Dr. Hans-Ulrich Greiner wird für die CDU in Neudietendorf für das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters kandidieren. Der Ortsverband wählte ihn einstimmig.

Greiner ist 44 Jahre alt, Zahnarzt, verheiratet und Vater zweier Kinder. Seit 1990 engagiert er sich in der Gemeindeverwaltung bzw. im Gemeinderat von Neudietendorf und begleitet seit 1999 das Amt des Gemeinderatsvorsitzenden. Als Grundanliegen seiner Kandidatur führte Greiner an, die begonnene Arbeit des jetzigen Bürgermeisters Volker Reum zum Wohle Neudietendorfs weiter fort zu führen.

Thüringer Allgemeine, 19.02.2000

Zahnarzt wird Gemeindechef

NEUDIETENDORF (ck). Hans-Ulrich Greiner heißt der neue Bürgermeister von Neudietendorf. Der CDU-Kandidat erhielt 75,2 Prozent der Stimmen und setzte sich damit eindeutig gegen Mitbewerberin Margit Koch (PDS) durch, die 24,8 Prozent erreichte.

Hans-Ulrich Greiner, von Beruf Zahnarzt, wird den Bürgermeisterposten als Ehrenamt übernehmen, da Neudietendorf zu einer funktionierenden Verwaltungsgemeinschaft gehört. Der 45-Jährige freute sich über seinen Erfolg und war vor allem froh über die Wahlbeteiligung von 52 Prozent. Da steht ein großer Teil der Bürger hinter meinem Ergebnis, und das ermöglicht mir ein ganz anderes Auftreten, als wenn nur wenige ihr Wahlrecht wahr genommen hätten, sagte er.

Thüringer Allgemeine, 15.05.2000

Ich möchte kein Verwalter sondern Gestalter sein: Den Bürgermeister von Neudietendorf Hans-Ulrich Greiner gefragt

Seit dem 1. Juli ist Hans-Ulrich Greiner (CDU) Bürgermeister von Neudietendorf. Die Neudietendorfer hatten ihm das Vertrauen geschenkt, nachdem Volker Reum aus gesundheitlichen Gründen nach zehnjähriger erfolgreicher Amtszeit ausgeschieden war.

TA befragte den 45-jährigen, in Sonneberg geborenen, in Steinach aufgewachsenen und seit 1978 in Neudietendorf lebenden Greiner nach seinen Zielen.

Es ist gewiss nicht alltäglich, dass ein Zahnarzt als Bürgermeister fungiert. Warum haben Sie sich zur Kandidatur gestellt?
Mein Lebensmaxim besteht seit meiner frühen Jugend darin, etwas für die Menschen zu tun. In den jungen Jahren habe ich über Neudietendorf im Volk geschrieben. Seit 1990 bin ich ununterbrochen im Gemeinderat, war Vorsitzender verschiedener Kommissionen und zuletzt Gemeinderatsvorsitzender.

Also waren Sie sich bei Ihrer Kandidatur des Erbes bewusst?
Natürlich. Volker Reum hat eine intakte Verwaltungsgemeinschaft und ein intaktes Bürgermeisteramt übergeben. Ich selbst habe mich fast zwei Jahrzehnte in verschiedenen Funktionen in das Ortsgeschehen eingebracht. Meine jetzige ehrenamtliche Tätigkeit ist also kein Neuland für mich.

Sie sprachen von ehrenamtlicher Tätigkeit. Heißt das, dass
Neudietendorf mit 3250 Einwohnern keinen hauptamtlichen Bürgermeister hat?

So ist es. Ich bin ehrenamtlicher Bürgermeister. Meine Sprechstunden in meiner Zahnarztpraxis sind um keine Stunde verringert worden. Mittwoch- und Donnerstagnachmittag sowie abends und an den Wochenenden will ich mein Amt zum Wohle der Neudietendorfer Bürger ausfüllen. Die ersten Tage zeigen aber, dass das nicht reichen wird. Zum Glück ist das Bürgermeisteramt nur eine Ampelkreuzung von meiner Zahnarztpraxis entfernt. Neudietendorf hat sich in den letzten Jahren gut entwickelt

Sie treten in einem intakten Kommunalgefüge an. Haben Sie trotzdem noch Visionen, was die kommunale Entwicklung anbetrifft?
Natürlich habe ich die. Ich möchte kein Verwalter, sondern Gestalter sein. Generell fehlt es mir bei uns am kulturellen Leben. Trotz vorhandenem Saal tut sich wenig. Auch möchte ich mithelfen, das Vereinsleben zu aktivieren. Hier sind uns die Nachbargemeinden Apfelstädt und Ingersleben voraus.

Und wie sieht es mit den kommunalen Vorhaben aus?
Da gibt es einiges. Unser neuer Kindergarten wird mit dem dritten Bauabschnitt fertig gestellt. Der Jugendclub bedarf einer Renovierung. Und im Straßenbau lautet die Reihenfolge: Gothaer Straße (im Bau), Straße nach Kornhochheim und Ingersleben.

Haben Sie Vorstellungen bezüglich der Ortsgestaltung?
Wenn ich die nicht hätte, wäre ich nicht angetreten. Zum Beispiel kann ich mir etwa einen kleinen Busbahnhof vorstellen oder die Sanierung der Brücke zum Waidplatz als Fußgängerbrücke. Auch die Ortskerngestaltung liegt mir sehr am Herzen. Das Gymnasium braucht eine Bushaltestelle und einen Fußweg. Überhaupt: Für den Ortskern habe ich ein Gestaltungskonzept im Kopf.

Gewiss haben Sie Wünsche. Welche sind das?
Wenn diese auf meine Bürgermeistertätigkeit bezogen sind, dann vor allem eines: Alle Neudietendorfer sollen an der Gestaltung ihres Ortes mitwirken. Ich als ehrenamtlicher Bürgermeister bin für jeden Hinweis, jeden Vorschlag und jede Anregung dankbar. Wenn es darüber hinaus etwas mehr sein darf: Als Junge habe ich in Steinach DDR-Oberligafußball gesehen. Unsere Neudietendorfer Fußballer müssen einfach höherklassig spielen.

Das Gespräch führte: Walter KEHR, Thüringer Allgemeine, 14.07.2000

CDU - Weihnachtsfeier

Die diesjährige Weihnachtsfeier des CDU - Ortsverbandes Neudietendorf findet am 15. Dezember 2000 ab 19.00 Uhr im Vereinshaus Neudietendorf statt.

Eingeladen sind alle Mitglieder und Freunde der CDU sowie deren Ehepartner.

Werner Holbein, Vorsitzender